Ihre Trainerin Anne Fischer
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Ramon Wachholz Newsdesign

Tipps und Tricks

Formulierungen die das Leben leichter machen

(Klicken Sie die Punkte an)

Fehlervermeidung in der Fragetechnik

Die Sache mit dem Aber

Gesprächskiller

Small Talk Regeln

Langweilertechniken

Fehler in der Fragetechnik

Fragen sind ein wichtiger Bestandteil unserer Kommunikation. Wir zeigen dem Gegenüber unser Interesse, bekommen Informationen und können sogar das Gespräch in die Richtung lenken, die uns interessiert.

Leider wird diese wunderbare Methode viel zu wenig genutzt. Liegt es daran, dass uns die Regeln nicht mehr deutlich sind? Dabei sind sie so einfach: Fragewort am Anfang, Stimme heben am Ende. Dieses Verfahren garantiert einen sogenannten „Antwortreflex“. In den meisten Fällen bekommen wir sogar die Information, die wir gerne hätten. Wenn....., ja wenn wir die Frage richtig stellen.

Es gibt einen Haufen Möglichkeiten Fragen „falsch“ zu stellen, also so, dass der Antwortreflex ausbleibt oder das Gegenüber das Thema nach Belieben wechseln kann. Fast alle Fehler zeichnen sich dadurch aus, dass sie immer damit einhergehen, das Gegenüber zu beschränken und seine/ihre Meinungen nicht ernsthaft respektieren. Wenn ich wissen will, was Sie von dem Huhn auf meiner Linkseite halten, muss ich fragen „Was halten Sie davon?“ und nicht „Gefällt Ihnen das Huhn?“ Ich bekomme mit Sicherheit von Ihnen unterschiedliche Antworten auf meine Fragen.

Unbedingt zu vermeidende Fehler sind:

  • Geschlossene Fragen stellen (außer um kurz und knapp Daten abzufragen oder eine Entscheidung herbeizuführen)
  • Mehrere Fragen gleichzeitig zu stellen „Wie gefällt Ihnen meine Website und was könnte ich noch besser machen?
  • Wissensabfragen „Wie definiert man Kommunikation?
  • Fragen, in denen Angriffe enthalten sind „Haben Sie diesen Text bewusst so langweilig gestaltet?
  • Aussagen, die mit einem fragenden "oder" abgeschlossen werden „Sie finden das Huhn auch nett, oder??
  • Offen gelassene Sätze mit Fragebetonung (Satzergänzungstests) „Sie lachen jetzt über diesen Text weil..?“

Alle diese Fehler beschränken uns in unseren Kommunikationsmöglichkeiten. Aber alle diese Fehler sind auch oft zu beobachten.

Fangen Sie damit an den Anderen zuzuhören: im Fernsehen, in der Kneipe und in Ihren beruflichen Kontexten. Sensibilisieren Sie sich für gute Fragestellungen und freuen Sie sich über intensivere, effektivere Kontakte.

Die Sache mit dem Aber

„Aber“ ist das Wort, das einen Einwand einleitet; mit „Aber“ signalisieren wir Ausnahmen und deuten – beim Gebrauch im Satz – Ungereimtheiten an. Für mich als Kommunizierende steht das „Aber“, das ich höre, immer als ein Zeichen für Widerspruch zu dem, was ich gerade gesagt habe.

Und was bewirkt es bei mir??? Genau: Ich erschrecke (na gut, nur ein bisschen), das harmonische Gefühl wird weniger und ich wappne mich für den Widerspruch (den ich vermutlich auch mit einem „Ja, aber“ einleiten werde).

Ein einfaches Beispiel:

Mein Gegenüber: „Das Gras ist grün.“ Ich: „Ja, aber wenn man es trocknet, wird es braun.“ Mein Gegenüber: „Ja, aber dann ist es kein Gras mehr, sondern Heu.“

Peng. Unvereinbare Positionen, in Sekundenschnelle in die Welt gesetzt. „Aber“ das Garant für Disharmonie.

Die Frage ist nun, brauche ich das? Werde ich in irgendeiner Art dafür belohnt (oder bezahlt), dass ich auch bei Kleinigkeiten auf Korrektheit und Präzision bestehe? Oder ist das nur eine antrainierte sprachliche Macke weil das alle machen?

Drehen wir es mal herum: Das Wort für Harmonie ist „Und“. Besser noch „Ja, und“. Ich bestätige mein Gegenüber und füge eine Ergänzung an.

Noch mal das Beispiel:

Mein Gegenüber: „Das Gras ist grün.“ Ich: „Ja, und wenn man es trocknet, wird es braun.“ Mein Gegenüber: „Stimmt.“

Seltsame Veränderung: Es kommt kein erneuter Widerspruch, das Sprechtempo wird langsamer und mein Gegenüber schaut mich freundlich an. In viel kürzerer Zeit entsteht so ein Konsens.

Kann es sein, dass wir mit diesem einfachen Trick ein Rezept für schnellere, effektivere (und harmonischere) Verhandlungen entdeckt haben?

Experimentieren Sie doch mal damit, Ihr „Aber“ durch ein „Und“ zu ersetzen, egal ob in der Kneipe, in Ihrem Netzwerk oder in Ihren geschäftlichen Verhandlungen.

Teilen Sie mir Ihre Erfahrungen mit, damit wir diese Idee möglicherweise gemeinsam weiter entwickeln können.
mail@annefischer.de

Gesprächskiller

Gesprächskiller werden unbewußt (oder bewußt) verwandt, um einen Dialog zu stören, unmöglich zu machen oder garnicht erst entstehen zu lassen. Sie drücken unterschwelligen Ärger aus und signalisieren dem Gegenüber Respektlosigkeit und vor allem: einen Mangel an überzeugenden Argumenten.

Beispiele:

A: „Das kann ja gar nicht funktionieren.“
B: „Was verstehen Sie denn davon?“

A: „Das war schon immer so.“
B: „Das kann doch nicht Ihr Ernst sein.“

Entkräften lassen sich diese Gesprächskiller dadurch, dass

1. sie bewusst wahrgenommen werden
2. der entstehende Ärger unter Kontrolle gehalten wird und
3. sie entweder ignoriert oder (gnadenlos) ernst genommen werden.

Beispiele:

A: „Das kann ja garnicht funktionieren.“
B: „Wo genau sehen Sie die Schwierigkeiten?“

A: „Das war schon immer so.“
B: „Ich denke, dass die veränderten Rahmenbedingungen ein neues Vorgehen erfordern.“

Um sich zu sensibilisieren, aber auch um solche rhetorischen Rohrkrepierer bei sich selbst zu vermeiden lohnt es sich, einen Blick in die folgende Tabelle zu werfen:

Gesprächskiller

Übersetzung in eine freundliche und wertschätzende Formulierung

„Da haben Sie keine Ahnung.“

„ Ich habe andere Informationen.“
„ Ich sehe das anders,...“

„Das kann ich besser beurteilen.“

„ Meine Erfahrungen sind da anders.“
„ Mir sind andere Informationen bekannt.“

„Das ist falsch.“

„ Das sehe ich anders.“

„Wollen Sie etwa damit sagen...“

„Verstehe ich das richtig...?“
„ Meinen Sie damit...?“

„Jetzt kommen Sie mal zur Sache.“

„ Worum geht es Ihnen konkret?“
„ Ich habe noch nicht verstanden, wo der zentrale Punkt liegt.“

„Das ist doch lächerlich.“

„ Die Idee erscheint mir übertrieben.“
„ Den Gedanken kann ich noch nicht nachvollziehen.“

„Wissen Sie vielleicht eine bessere Lösung?“

„Welche Lösung schlagen Sie vor?“

„Wie soll ich das wissen?“

„ Ich weiß es nicht.“
„ Ich habe mich mit dem Problem noch nicht konkret befasst.“

Small Talk Regeln

Grundregel des Small Talk:

Dem Gesprächspartner mit Neugier, Interesse und Respekt begegnen.

Small Talk Technik:

Startersätze:

Grundsätzlich ist jede gute Frage ein prima Start in den Small Talk.
Am effektivsten ist es

Weitere beliebte Themen sind:

Was Sie tun sollten:

Was Sie nicht tun sollten:

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Langweilertechniken

Es gibt in der deutschen Sprache eine Menge Möglichkeiten die Zuhörer und Zuhörerinnen zu langweilen.
Okay, nicht etwa, dass ich mir einbilde, irgend jemand könnte länger als 30 Sekunden zuhören ohne in eigene Ideen abzuschweifen.
Aber es gibt eben doch Vorträge, Überzeugungsreden und Statements, die kurzweilig sind und ihre Informationen auf eine Art und Weise präsentieren, die ich mir gut merken kann.

Wenn Sie, liebe Internetsurferin, lieber Internetsurfer aber nun unbedingt darauf bestehen ihre ZuhörerInnen in spontanen Tiefschlaf zu versetzen, dann empfehlen sich einige der folgenden Langweilertechniken: 


Technik
Beschreibung / Beispiele
Ausgelöste Wirkung

Einschlafbegriffe

  • Recht / Ordnung
  • Statistik / Zahlen
  • Jetzt wird es etwas "trocken" / "langweilig"

Spontanes Abschalten

Man-Formulierungen unmotivierte Wir-Form

  • "Wenn es regnet, fühlt man sich so müde."
  • "Wir müssen das Problem jetzt angehen

Das Interesse sinkt.
Der Inhalt bleibt unklar, da kein eindeutiges Bild ausgelöst wird.

Konjunktive

  • "Dürfte ich Sie um Ihren Namen bitten?"

Der Handlungsimpuls wird geringer

Verallgemeinerungen
Verobjektivierungen

Mehr Nachdruck als notwendig

  • "immer" / "nie"
  • "Dem kann ich nicht zustimmen."

Die Seriosität der Aussage wird angezweifelt, der Widerstand steigt

Und-Verknüpfungen oder am Satzende die Stimme nicht senken

am Satzende oder -anfang
eine Konjunktion - meistens "und" -benutzen
(mit dem Ziel deutlich zu machen, dass noch etwas kommt.)

Die Informationsdichte wird zu hoch und die Argumente werden gleichrangig bewertet.

Fragfloskeln
(-betonung)

Versuch Bestätigung (z.B. Nicken) zu bekommen

  • Oder?, nee?
  • Woll?, nicht wahr?

Diese Tabelle ist interessant, nicht wahr?

Stellt Aussagen in Frage und macht sie dadurch unglaubwürdig und uninteressant

Befehle

  • Passen Sie mal auf...

Löst garantiert Widerstand aus

Verniedlichungen

Versuch, die Aufmerksamkeit behalten zu wollen

  • "Ich zeige Ihnen jetzt noch kurz.."

Misstrauen bei den Zuhörenden
Nimmt dem Gesagten die Wichtigkeit